Word and Deed: Rat und Tat für Individuen und Organisationen. Nadja Schnetzler, Quellgasse 2, 2502 Biel/Bienne +41 79 251 11 56 nadja.schnetzler@word-and-deed.org

Immer schön den Überblick behalten

Nach etwas mehr als einem halben Jahr im Markt suche ich einen aufgeweckten Praktikanten oder eine aufgeweckte Praktikantin zur Unterstützung.

Mein Arbeits-Alltag bei Word and Deed ist abwechslungsreich und es kommt kaum je Routine auf. Projekte rund um das Thema Musik und Kultur mischen sich mit Projekten rund um die Themen Innovation und Kommunikation. Ich suche eine Person, die von mir lernen will, beim Arbeiten Spass haben möchte und trotzdem seriös ist.

Meine häufigsten Tätigkeiten (hier kannst du von mir lernen)

  • Texte: Blogposts, Webtexte, Facebook-Updates, Medienmitteilungen und Zeitungsartikel schreiben
  • Kundentermine: Bestehende Kunden betreuen, neue Kunden treffen, beraten und begleiten
  • Schulungen und Seminare durchführen
  • Konzepte schreiben
  • Sitzungen vorbereiten und auswerten
  • Gestalterisches: Einfache grafische Arbeiten erledigen oder komplexere beauftragen
  • Administratives: Korrespondenz, Finanzen, Logistik, Reiseorganisation, Versände, Offerten
  • Kommunikation: Werbung, Vorträge etc.
  • Planen: Prioritäten setzen, Projektplanung, Umsetzungsüberwachung

Ich suche die Person, die ein Praktikum zu rund 50 – 60% sucht und an den Themen Musik, Kultur, Innovation und Kommunikation interessiert ist.

Du bist

  • zwischen 18 und 25 Jahre alt
  • sprichst und schreibst hervorragend in Deutsch und Englisch, wenn möglich auch Französisch
  • bist belastbar und humorvoll
  • bist neugierig und interessierst dich für (fast) alles
  • bist genau, vielleicht sogar ein wenig pedantisch, wenn es darauf ankommt
  • möchtest jeden Tag etwas dazu lernen
  • schreibst gerne und möchtest dich in diesem Bereich weiter entwickeln
  • bist ein „social media animal“ das mit twitter, facebook und Blogs gut umgehen kann
  • interessierst dich für Klassische Musik, aber auch für andere Musikrichtungen
  • hast eigene Projekte die du betreust und bei denen du dazu lernen willst
  • suchst ein Praktikum von mindestens 6 Monaten (kann auch länger sein).

Und jetzt?

Lebensläufe, Zeugnisse und Papierkram interessieren mich nicht besonders. Mich interessiert, in 6 knackigen Abschnitten à 3 Zeilen zu lesen, warum du die Person bist die ich brauche und warum ich dich näher kennen lernen soll. Schreibe mir: nadja.schnetzler@word-and-deed.org.

Ich freue mich darauf, dich kennen zu lernen und dir mehr über die Praktikumsstelle zu erzählen.

Nadja

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The Conference Program Poster

About a year ago, the Chamber of Commerce of the Colombian City of Barranquilla had asked me if I could give a three day training program about «disruptive Innovation». I said yes, and then did not hear from them in a while. This year in August suddenly everything went very fast and the three day training program was planned in several Skype meetings.

I flew to <strong>Bogotà</strong> last Monday and from there to <strong>Barranquilla</strong>, which is in the North of the country. Bogotà was rather cool and rainy, Barranquilla tropical and hot. After one day of tuning in to the local culture, people and time zone, I started the <strong>3 day training program in innovation</strong> with entrepreneurs from business as varied as balloon manufacturers, pharmaceutical companies, technical companies, software developers and government suppliers.

I was very impressed by the participants who were extremely eager to learn how to apply innovation processes in their own companies. And I was even more impressed at the high ratio of women in the group, many of whom have decision making positions in their companies. Equal opportunities – at least in urban areas – seem to quite a natural thing in Colombia.

The three day training was very <strong>practical</strong>, the partipants developed their own<strong> innovation topics</strong> and went through a thorough thinking and idea development process in groups.

Here is a short video of a group work where the participants developed their project brief based on three different innovation topics.

The three topis were

  • How will our first online store for balloons become an immediate success?
  • What are completely new functions for a door?
  • How can we ensure on-time reporting by our sales people?

And here are a few images from the inspiration phase of the project (participants generated lots of ideas in order to being able to combinate and extract solutions for their topics.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

The participants learned during this week

  • how to detect the right innovation topics within the organisation
  • how to write a briefing for an innovation topic
  • how to compose a well-balanced community for an innovation topic
  • how to motivate partcipants to come to a workshop
  • how to conduct an idea workshop for the innovation topic (online or live)
  • how to select the best ideas based on the briefing criteria
  • how to design ideas in a comparable way
  • how to create implementation roadmaps for an innovation project
  • how to maintain attention and ongoing progress in implementation processes

The training was based on my 25year experience in innovation and on my book „The Idea Machine“.

I had great fun with the entrepreneurs from Barranquilla and am up for other places on the planet where my innovation expertise might be of any value.

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((Please find the English version below the pictures))

Diese Woche hatte ich das Vergnügen, zwei Tage an der Musikakademie Solothurn zu verbringen, wo Maurice Steger, mit dem ich im Bereich Kommunikation zusammen arbeite, einen Meisterkurs für Blockflöte gab.

Am ersten Tag war ich mit Laurent Burst vor Ort, einem Fotografen, der über die nächsten drei Monate Maurice immer wieder in verschiedenen Einsatzgebieten portraitieren wird, als Dozent, Dirigent und natürlich als Solist. Die Bilder werden unter anderem auf der neuen Website von Maurice Steger zu sehen sein. Aus diesem Grund kann ich hier auch ein paar sehr sehr schöne Fotos zeigen, die Laurent gemacht hat und die sehr gut die Stimmung am Meisterkurs wiedergeben.

Es war für mich sehr spannend, die rund 20 Meisterschüler von Maurice kennen zu lernen und bei der intensiven Arbeit in schönster Umgebung zu beobachten. Die Studentinnen und Studenten sind zwischen 14 und 43 Jahre alt, die meisten von ihnen so um die 20. Sie arbeiteten in Einzellektionen mit Maurice Steger und mit seiner Assistenz, Sabrina Frey. Am Cembalo wurden die Studenten von Dieter Weitz begleitet.

Das Niveau der Studierenden ist sehr, sehr hoch, und es war hochinteressant, Maurice und den Schülern bei der Arbeit zuzuschauen. In einer halben Stunde holten Dozent und Student das Maximum aus einem einstudierten Musikwerk heraus, und am Folgetag konnte man bereits einen signifikanten Unterschied ausmachen. Am Schlusskonzert von Samstag war der Auftritt aller Schüler herausragend.

Am Mittwoch besuchte Flötenbauer Ernst Meyer aus Biel die Klasse und hielt gemeinsam mit Maurice Steger einen öffentlichen Vortrag über die klanglichen Möglichkeiten der Blockflöte. Das Bieler Tagblatt portraitierte den „Maitre Flutier“ auf meinen Hinweis hin in der gleichen Woche auf einer ganzen Seite.

Die Eindrücke wurden von mir auch in drei Zeitungsartikeln verarbeitet und in der Gesamtausgabe der AZ Medien und im Bieler Tagblatt publiziert. Ein kleiner Video mit Einblick in die Arbeit der Studenten (nicht öffentlich, nur für die Leser meines Blogs. Das Passwort ist „blockfloete“) ergänzt die Zusammenfassung und meine Kommunikationsarbeit.

Alle Fotos von Laurent Burst.

Das schöne Barockschloss „Waldegg“ bei Solothurn * Beautiful baroque residence „Waldegg“ near Solothurn, Switzerland

Maurice Stegers Meisterschüler beim Proben eines Ensemblestücks * Maurice Stegers students rehearsing an ensemble piece

Dieter Weitz stimmt das Cembalo auf 415 Hertz, mitteltönig * Dieter Weitz is tuning the cembalo

Am Cembalo begleitet Meisterschüler Max Volbers seine Kollegin Serena Raffi, während Maurice Steger mit ihr an den Nuancen ihres Stücks arbeitet * Students and Maurice at work

Wie muss ein ursprünglich gesungenes Madrigal, für die Blockflöte adaptiert, klingen? Am besten probiert man das aus, indem man es gleich selber singt. Laura Schmid, Tabea Debus, Lina Stahel, Max Volbers und Maurice Steger * Everyone is joining in the quest for the right sound for an adaptation of a madrigal

geübt wurde überall, auch draussen * rehearsals happened everywhere, also in the park outside.

***

English version

This week I had the privilege to join my client Maurice Steger in the beautiful castle „Waldegg“ near Solothurn, where Maurice was holding a Master Class for recorder students.

On the first day, I was joined by photographer Laurent Burst who is currently portraying Maurice in three of his activity areas, as conductor, soloist and – this week – as teacher. I am very happy to share a few of these wonderful pictures with you; they truly bring the mood of the week across.

It was very exciting for me to witness students and teachers at work. Maurice was assisted by his colleague Sabrina Frey, and on the Cembalo Dieter Weitz was available all week, carefully accompanying the students and always tuning and retuning the three cembali into the right temperament for the different compositions.

The level of the students is extremely high, and it was great to see them at work with their teachers. Within half an hour, they were always able to get to the next level of professionalism together, and in the final concert on Saturday the performance was nothing short of stunning.

On Wednesday, recorder builder Ernst Meyer visited the students and gave a public speech about the way he builds recorders. Most of the students own and play several of his instruments, which are among the most stunning in terms of voicing and the capability to reach a large public in a great hall.

My job was to accompany the process and to make sure that articles were published in newspapers. There is also a short (private) video which you can see (it’s a password protected video, the password is „blockfloete“ (recorder in German)) .

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Daria van den Bercken ist Holländerin mit Russischen Wurzeln und wohnt in Amsterdam. Sie ist Konzertpianistin mit einer beachtlichen Karriere und Preisrägerin zahlreicher wichtiger Preise in ihrem Heimatland und in Europa.

Ich lernte Daria an einer Konferenz in Holland, www.pinc.nl., kennen. Sie setzte sich ans Klavier und spielte ein kurzes Stück von Georg Friedrich Händel. Schon das alleine war wunderschön. Dann zeigte sie einen kurzen Film. Der war verblüffend:

Handel hits the road! from Daria van den Bercken on Vimeo.

Und gleich noch einen zweiten Film mit einem ähnlichen Charme zeigte Daria an der PINC Konferenz:

Handel At Home! from Daria van den Bercken on Vimeo.

Und dann kam noch ein Satz von Daria, der sich in meinem Kopf festsetzte: „There is a time for everything. But now it’s time for Handel“.

Ich wollte mehr wissen. Diese Geschichte war spannend. Was hatte eine erfolgreiche Konzertpianistin dazu bewegt, sich auf einen einzigen Komponisten festzulegen und dann noch so verrückte Sachen zu machen wie mit einem Klavier auf den Strassen Amsterdams herum zu fahren?

Daria setzte sich mir mir in der Kaffeepause hin und erzählte. Darüber, wie sie für ein Konzert Händel einstudierte und von dieser Musik komplett eingenommen und fasziniert war. Darüber, dass es für sie plötzlich nur noch Händel gab. Und darüber, dass es dann für sie ganz wichtig wurde, ihre Liebe zu Händels Kompositionen mit anderen zu teilen. Doch wie? Menschen, die Händel nicht kennen, hören ihn nicht einfach so. Menschen, die keine klassische Musik hören, haben nicht plötzlich einen Zugang. Und so kam Daria zusammen mit ihrer Schwester und mit einem Filmer auf die Idee, Händel zu den Leuten zu bringen. Auf witzige und humorvolle Weise, und vor allem in einer niederschwelligen Art.

Inzwischen hat Daria an vielen Orten der Welt Händel gespielt, unter anderem auch an einem Festival in Brasilien, wo ihr Flügel von einem Kran hing und sie in der Luft spielte. Oder auch in Restaurants, wo das Klavier zweitklassig, das Publikum dafür erstklassig war. Sie hat eine website für ihr Projekt: www.handelatthepiano.com

Was mich an Darias Geschichte begeistert, ist ihr Mut, sich als Musikerin ein Profil zu geben. „Now is a time for Händel“ und für nichts anderes ist eine starke Story. Und ich bin sicher, dass Daria, wenn die Händel-Zeit vorbei ist, eine neue musikalische Leidenschaft findet, die sie mit anderen teilen kann. Und in der Zwischenzeit habe ich die Freude, Daria dabei zu begleiten, ihr Projekt in die Schweiz zu bringen.

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Zu meinen Kunden gehört zum Beispiel der Barock-Blockflötist, Dirigent und Dozent Maurice Steger, den ich im Bereich PR und Kommunikation unterstütze. Mehr

One of my clients is Maurice Steger, „The world’s leading recorder player„, according to the „Independent“. More

Foto: Marco Borggreve for harmonia mundi.

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Die meisten Menschen kennen mich aus meinem früheren Umfeld bei der Ideenfabrik BrainStore, als Spezialistin für Innovation, als Moderatorin von Workshops, als Medienschaffende und als Autorin des Buches “die Ideenmaschine”.

Meine engen Freunde und meine Familie wissen aber, dass ich noch eine weitere Leidenschaft habe, die mich seit meiner Kindheit begleitet und die ich meinen Eltern verdanke – die Welt der Musik, und ganz konkret und speziell die Welt der Alten Musik, und noch spezifischer die Musik des Barock.

Ich wuchs in einem Elternhaus voller Musik auf. Mein Vater ist Kirchenmusiker, Organist, Chorleiter, Klavierlehrer, Musikschulleiter und Dirigent. Meine Kindheit war mit Musik so getränkt wie eine Zuger Kirschtorte mit Kirsch, um genauer zu sein vor allem mit der Musik von Johann Sebastian Bach,Heinrich Schütz und Dietrich Buxtehude, um nur die wichtigsten Protagonisten zu nennen. Auch MonteverdiPraetorius und Händel waren für mich schon als Kind bekanntere Namen als die der Popstars, die meine Schulfreunde gerne hörten und die immer ein wenig an mir vorbeizogen – nicht weil man sie mir etwa verboten hätte, sondern vielmehr, weil ich immer den Eindruck hatte, dass rund um mich herum viel spannendere Musik gemacht wird als die, die man ab Band oder Platte abspielen konnte.

Es war für meine Schwester, meine Mutter und mich ganz normal, dabei zu helfen, die Orgel in der Kirche zu stimmen, bei Orgelmusik zuregistrieren und die Seiten der Noten zu blättern (ein Organist ist immer mit Händen und Füssen beschäftigt und braucht besonders bei schwierigen Stücken jemanden, der Noten rechtzeitig umblättert), bei Chorproben dabei zu sein und unzähligen Musikern bei der Erarbeitung von Musikstücken zuzuhören.

Wir waren sozusagen ein Familienbetrieb. Die ganze Familie wirkte natürlich auch bei Konzerten im Chor mit – auch heute sind wir oft noch alle vier gemeinsam in Musikprojekte involviert. Und während wir natürlich wie andere Familien in den Sommerferien auch mal ans Meer fuhren, bestand der entscheidende Unterschied zu anderen Familien darin, dass man unterwegs zum Meer zuerst einmal ein paar Barockorgeln besuchte, bevor man sich eine Woche Strand gönnte.

Nicht nur das, ich durfte auch miterleben, wie zu Hause ein Cembalo gebaut wurde (in meiner Erinnerung verbrachten wir einige Wochen damit, Saiten darauf aufzuziehen), und das andere Instrument, das mein Vater zu Hause baute – ein Clavichord – steht heute als Gast in meinem Zimmer in Biel.

Der Resonanzboden des selbst gebauten Cembalos meines Vaters. Die Dekorative Malerei wurde von meiner Tante Esther erstellt.

Schon früh entdeckte mein Vater die Liebe zur Historischen Aufführungspraxis – das heisst, Musik unter Berücksichtigung von historischen Quellen und Informationen möglichst so aufzuführen, wie man es vermutlich zur Zeit der jeweiligen Komponisten getan hat und wie es in der Intention des Komponisten gewesen wäre. Dazu gehört zum Beispiel das Spielen von Originalinstrumenten (Instrumente, die der früheren Bauweiseund Spielart entsprechen und dadurch einen anderen Klang erzeugen als moderne Instrumente), die historische Form der Besetzung (Anzahl der Instrumente und Wahl der Instrumente), die Stimmung und nicht zuletzt auch die Tempi, die unter Musikern häufig heftig diskutiert werden.

Dadurch hatte ich die Gelegenheit, bei diversen Projekten aktiv als Sängerin (teils im Chor, teils solistisch) mitzuwirken, darunter zum Beispiel beimWeihnachtsoratorium, die Messe in H-Moll, die Johannes-Passion oder Motetten von Bach, die Exequien sowie Madrigale von Heinrich Schütz, die Oratorien Saul, Belsazzar oder Messias von Georg Friedrich Händel und viele weitere Stücke. Die Zusammenarbeit fand meist mit dem Ensemble La Fontaine statt, und es entstanden über die Jahre viele interessante Kontakte zu einzigartigen Musikerinnen und Musikern.

Während meiner Schulzeit bis zur Matura wirkte ich auch in zahlreichen Theater- und Konzertproduktionen mit der St. Galler Singschule mit und besuchte zuerst Stimmbildungsunterricht, dann Gesangsstunden. Ich entschied mich dann aber nach einigem Nachdenken dafür, die Musik nicht zu meinem Beruf zu machen, weil ich sehr viele unterschiedliche Interessen hatte und grossen Respekt davor, selber irgendwann Schülerinnen und Schüler unterrichten zu müssen, was ich mir wegen einer eher ungeduldigen Haltung weniger gut zutraute.

Ich entschied mich zuerst für meine mindestens so wichtige Leidenschaft – dasSchreiben, und besuchte die Ringier Journalistenschule, wo ich viele spannende Konakte knüpfte, bei den verschiedensten Medien – von Tagezeitungen über Magazine bis in die Werbung – mitarbeiten durfte und viel Schreibhandwerk und journlalistisches Fachwissen der unterschiedlichsten Art lernte.

Mein Weg führte mich dann in die Welt der Ideen und der Innovation, wo ich als Mitgeschäftsführerin von BrainStore unglaublich viel lernen durfte und mir Fähigkeiten in den Bereichen Moderation, Projektleitung, PR, Marketing und Führung von Teams aneignete. Das waren sehr spannende Jahre, in denen ich ein grosses Netzwerk zu unglaublich spannenden Menschen ausallen Branchen, Themengebieten und Altersstufen aufbauen durfte. Nach 22 Jahren anspruchsvollen und aufregenden Projekten auf fünf Kontinenten ging BrainStore leider in der Folge der Wirtschaftskrise von 2008/2009 im Dezember 2012 konkurs.

Auch während meiner Zeit bei BrainStore blieb ich der Musik immer treu. Ich wirkte bei verschiedenen Projekten von Vokalensembles und beiKonzertprojekten meines Vaters mit, nahm während mehrerer Jahre weiterhin Gesangsstunden bei Sharon Weller an der Schola Cantorum Basiliensis in Basel und verfolgte immer sehr genau, was in der Welt der Alten Musik alles passiert.

Etwas, was mich in den Jahren bei BrainStore immer fasziniert hat, war, wie aus der Verbindung von zwei zuerst kaum vereinbaren Elementen plötzlich eine geniale neue Idee entsteht. Und so war es für mich nicht ganz überraschend, als das Thema “Alte Musik” für mich über die letzten Monate plötzlich stärker ins Zentrum rückte und ich vor wenigen Wochen zum Schluss kam, dass ich mein Wissen und meine Fähigkeiten aus den letzten 22 Jahren am allerliebsten in diesem Bereich einsetzen möchte.

Es gibt in der Szene der Alten Musik unglaublich viele spannende Entwicklungen, Musikerinnen und Musiker auf höchstem Niveau, interessante Festivals, Projekte und Entdeckungen. Und es gibt erstaunlich viele Menschen, die keinen Zugang haben zu diesem  Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, mich in Zukunft zu einem grossen Teil für diese Welt zu engagieren. Ich habe unter www.word-and-deed.org skizziert, was ich Musikerinnen und Musikern sowie Ensembles anbieten kann und anbieten möchte.

Wie in all den Jahren zuvor betrachte ich mich in der Anfangsphase eines Projekts primär als Lernende. Ich möchte eintauchen in diese Welt und sie noch besser verstehen. Ich möchte meine Kenntnisse in den Bereichen Kommunikation, Medien, Innovation und Projektleitung einbringen, damit Musikerinnen und Musiker ihre Tätigkeit noch besser nach aussen entfalten können und bei neuen Zuhörern eine Begeisterung für ihre Musik und ihr Instrument entfachen können. Und ich möchte mir eine gewisse Aussensicht beibehalten, damit ich eine besonders gute Partnerin sein kann in der Zusammenarbeit.

Selbstverständlich bleibe ich neben dieser Kerntätigkeit offen für Anfragen aus anderen Bereichen, die ebenfalls von meinem Wissen und meinen Fähigkeiten profitieren möchten, sei es für Moderationen von Workshops, das Entwickeln von neuen Ideen oder das Schreiben von Texten.

Doch das Herz, das schlägt vor allem für die Alte Musik und für die Virtuosen, die diese Musik nach allen Regeln der Kunst aufspüren, einstudieren und zur Aufführung bringen.

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